#7 Reisli

Nach der Einzelaktion machen wir diesmal zusammen ein Reisli.

Starten tun wir in einer Kantonshauptstadt. Nach einem ausgiebigen Zmorge steigen wir dann um 09:26 in den Zug.
Es lohnt sich aber nicht,  es sich gemütlich zu machen, denn schon 9 Minuten später steigen wir in der nächsten Kantonshauptstadt aus. Dort im Bahnhof kaufen wir uns einen Chai Latte direkt am Gleis und eine Lokalzeitung. Vielleicht gibt es ja News zur hiesigen Fussballmannschaft zu lesen…
Im Bahnhof ist es ziemlich windig, wenn auch schön trocken. Trotzdem steigen wir wieder ein und geniessen die Fahrt. Sie führt uns an einem grösseren Gewässer vorbei und in ein langes Tal. Wir sind froh, dass wir mit dem Zug unterwegs sind, denn die hier paralell verlaufende Autobahn gilt als sehr gefährlich (und das liegt nicht nur am Namen).

Der Zug hält an und der Kondukteur meint, hier sei Endstation. Wir finden das grad praktisch, denn wir verspüren ein kleines Hüngerli. Direkt im Bahnhofgebäude in einer wunderschönen Halle lassen wir uns von drei Schmalspur-Mexikanern bewirten.
Schmalspur…? Da war doch was?! Genau, diese Strecke wollten wir schon lange mal fahren, vielleicht trifft man ja noch einen mondänden Promi in der 1. Klasse. Wir prüfen die Abfahrtstafel und haben Glück: gleich um 12:27 fährt der nächste Kurs ab. Den nehmen wir!

Die Enttäuschung ist gross: wir sind kurz auf Promisuche durch die 1. Klasse geschlendert. Aber nix zu sehen, oder wir erkennen die Nerzbemantelten einfach nicht. Dabei wäre das doch die Paradestrecke…

Auf etwa halber Strecke entscheiden wir uns spontan auszusteigen. In diesem Ort scheint einiges in Bewegung zu sein. Bagger hier und dort. Und im Dorfzentrum ein nigelnagelneues Hotel… „ä gypts denn so was?“
Wir gucken uns ein bisschen um und schlendern durch die Gassen. Exakt nach einer Stunde haben wir genug und steigen wieder ein. Diesmal wird es ziemlich kurvig! Wir folgen der 11.

Wir sind froh, als wir dann endlich wieder aussteigen dürfen. Die Fahrt war zwar spektakulär, aber doch etwas eng. Und die vielen Kurven haben unserem Magen nicht sehr gut getan. Oder war es der Mexikaner?
Auf jedenfall verzichten wir darauf, uns mit dem hier beheimateten weltbekannten (mindestens) Dessert einzudecken und hüpfen gleich in den nächsten Zug. Fast schnurstracksgeradeaus geht es weiter. Spätestens als der See auftaucht, sind wir hin und weg von der schönen Landschaft. Diese Farben… Hier steigen wir aus!

Durch das Dorf schlendernd fallen uns die Schaufenster auf. Viel Holz ist da zu sehen. Wir finden das gemütlich und beschliessen, in diesem Ort zu übernachten.

Frühmorgens werden wir von ohrenbetäubendem Flugzeuglärm geweckt. Scheinbar sei da wer am üben, wird uns erklärt. Wir beschliessen weiterzuziehen und machen uns pünktlich um 10:40 auf den Weg. Sehr gemächlich geht es diesmal zu und her und wir lassen uns schaukelnd auf der Fahrt den Wind um die Ohren blasen.

„Endstation, alles aussteigen!“ meint der ganz oben und wir gehorchen. Schade, das hätte noch etwas länger so weitergehen können! Aber hey, es ist schon beinahe Mittag! Wir müssen uns beeilen, denn schon in wenigen Minuten fährt unser nächster Zug ab!

Toller Zug, modern und geräumig! Die Deutschen haben das schon im Griff… Wir könnten ja sitzenbleiben und wären dann um 21:37 mitten im Zentrum. Oder doch Osten…?! Egal, so weit wollen wir sowieso nicht. In jenem Bahnhof, in dem der Zug seine Fahrtrichtung wechseln würde, steigen wir bereits wieder aus. Hier soll es ja auch besonders schön sein, sagen zumindest nicht nur die hiesigen Bewohner selbst.

Gerne würden wir hier noch etwas verweilen, uns vielleicht auch etwas treiben lassen, aber mehr als ein kurzer Spaziergang trockenen Fusses (trotz einsetzendem Regen) liegt nicht drin. Wir wollen nämlich wieder zurück an den Ausgangspunkt unseres Reislis, welchen wir nach einmal umsteigen dann um 16:09 wieder erreichen.

Schön wars, und in der Beiz am Kreisel im Zentrum will man natürlich wissen, wo man überall gewesen ist. Tja, wenn ich das noch wüsste… Wer kann helfen?

Gesucht sind die Orte, welche im Reisebericht beschrieben wurden resp. an denen wir auf unserer Reise umgestiegen sind. Lösungsvorschläge kann man im folgenden Formular angeben.

12 Gedanken zu “#7 Reisli

  1. Pingback: #7 Das Reisli, jetzt aufgedeckt! | geoblog.ch

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