#491 – Der Üezgi fehlt

Auf unserem aktuellen Räzelfoto fehlte natürlich der Uetliberg:

Eine Laune des Wetters (und nicht etwa Photoshop) hatte den Hausberg von Zürich einfach ausgeblendet. Wir blicken vom Unispital in südwestlicher Richtung über die Stadt.

Ein Uetliberg-Bilderräzel hatten wir hier schon einmal. Deshalb verweise ich hier auf die damals bereits informativstmöglichen Informationen zu Zürichs Hausberg.

Wir haben die folgenden Antworten erhalten:

Mä-2 Im Vordergrund die Semper Sternwarte und dahinter die ETH: es fehlt der Uetliberg im Hintergrund (ist wohl im Nebel).
Kartograf Yoster gibt sich die Ehre Es fehlen Albiskette und Üetliberg in der Ferne. Die müsste man beim Blick Über die Semper-Sternwarte und die ETH Zürich sehen.
fredbue Der Uetliberg fehlt
@xichtwitt Wo ist der Üetliberg?
@Znuk_ch Ist das der Schatten vom Mörgeli, der über der Uni Zürich fehlt? sonst ist das relativ Flachländisch dort. Der Uezgi müsste auch irgendwo sein…
@bwg_bern Die Schmelbergstrasse ist da, doch der Ueltiberg fehlt.
@bwg_bern Kauft ein Z, tausch ein L gegen ein T

Danke, @theswiss, für das Räzel!

Falls auch du mal ein Rätsel beisteuern möchtest, kannst du das sehr gerne tun!
Alle nötigen Details sind hier beschrieben.

 

#280 – Üetliberg

In unserm letzten Räzel stand unser Fotograf auf dem Aussichtsturm des Üetlibergs.

Zu diesem Thema befragten wir einen ausgewiesenen Üetzgi-Experten, Herrn @slartbart:

Herr Natischer: «Herr @slartbart, erkennen Sie diese Aussicht?»

Herr @slartbart: «Aber selbstverständlich! Das ist der Hausberg von #Tsüri, der Uetliberg, auf der Albiskette. Der Uetliberg hat ein paar kleine Geheimnisse. Nur schon sein Name: einmal Üetliberg, ein andermal Uetliberg geschrieben. Letzteres übrigens die offizielle städtische Schreibweise obschon man ja «Üe» sagt. Schliesslich sagt der Städter auch einfach lieblich «de Üetzgi», oder «Üetzger». Das mit der Schreibweise teilt er sich auch mit dem Hügel auf der gegenüberliegenden Seeseite. Den kann man nämlich entweder Pfannenstiel oder Pfannenstil schreiben.»

HN: «Pfannenstiel? Da fällt mir ein: Ich habe Hunger!»

SB: «Apropos Hunger: Ein weiteres kleines Geheimnis ist, dass am Uetliberg sehr viele Eiben wachsen. Das ist nicht selbstverständlich, denn Eiben sind die Leibspeise von Rehen (im Gegensatz zu den Rössli, die davon eingehen, wenn sie Eiben fressen, was übrigens der Grund ist, wieso in so vielen Städten ausser Zürich kaum mehr Eiben vorkommen: Man mochte die Rössli halt lieber).»

HN: «Ich persönlich esse ja beides gerne, Reh und Pferd. Aber comunque … Hier vorne Richtung See gehts ja aber für so einen städtischen Hausberg doch ziemlich nitschi, findi…»

SB: «Der Abriss, die Fallätsche, ist von der anderen Seeseite gut zu sehen, da geht es steil runter und immer wieder rutscht ein Stück vom Berg ab. Ein Erosionstrichter im Molassegestein, sagt man dem offenbar. Ich kann das Teehüsli gleich neben der Fallätsche empfehlen. Es ist jedes Wochenende oder an Feiertagen offen und durch Fronarbeit bewirtet und instand gestellt. Der richtige Ort für eine Pause auf der Terrasse über der Kante der Fallätsche. Da gibt es Suppe, Tee, Landjäger, Kuchen und die grandioseste Aussicht, die man sich vorstellen kann: Aussicht auf die Churfirsten und auf Vrenelis Gärtli, davor die ganze Schönheit des Zürisees und manchmal sieht man sogar einen Kleiber, der den Baum runterkrabbelt.»

HN: «Rauf gehts am einfachsten mit der SZU. Was empfehlen Sie für runter?»

SB: «Auch ein schöner Weg ist der Föhreneggweg. (Interessenbindung, ich war der Autor des Videölis zur dessen Wiedereröffnung dieses Jahr, nachdem seinem Vorgänger auch das Schicksal des Hangrutsches widerfuhr.) Aber aufgepasst, liebe Wanderer, die ihr da darüber lächelt, das sei doch kein Berg sondern ein Hügel: Der Üetzgi kann heimtückisch sein! Jedes Jahr werden Menschen aus Bergnot gerettet (kein Seich). Denn wenn die Sicht nachlässt und man in unwegsames Gelände kommt, «pfoderets schnäll durs Schiissächerli» wie das Franz Hohler ausdrücken würde. Der hat übrigens in seiner Kurzgeschichte «die Rückeroberung» auch etwas vom Uetliberg geschrieben, das war aber Fiktion. Der erste Wolf im Kanton Zürich, M43 vom Calanda-Rudel, wurde auch am Fusse des Uetlibergs gefunden und fand Eintrag in das Wildbuch des Uetlibergs. Totemügerli oder Blindeli sah ich bisher aber noch keine.»

HN: «Allerbestmöglichen Dank für diese Ausführungen, Herr @slartbart!
An dem Tag, an dem das Räzelfoto entstand, konnte man übrigens bis zum Aletschhorn und damit bis in die Gemeinde Naters sehen. Sicher auch ein Pluspunkt für die Destination Zürich … *hüstel* … »

Auch viele Neuräzler erkannten diese Aussicht. Herzlich wilkommen @Geoblogch!
Wir würden uns freuen, Euch hier regelmässig begrüssen zu dürfen.
Neue Räzel gibts immer am MO um 13 Uhr, am MI um 12 Uhr und am FR um 9 Uhr – kurz davor gibts jeweils die Auflösung des vorherigen Räzels.

Wir erhielten die folgenden Antworten:

@fredbue Üetliberg
@krick68 Auf Zürichs Hausberg, dem Üetliberg.
@nohillside Uetliberg
Zimi Uetliberg
@zahnpastalachen Uetliberg 🙂
Yves Sieht nach Uetliberg aus.
@Znuk_ch Uetliberg.
LUnGE Üetliberg
@chm Das scheint der Üetliberg zu sein. Da war ich noch nie.
roland ist das blick auf rotkreuz und den zugersee? aber einen berg kenne ich dort nicht…
Tom Uetlihügel? Berg ist was anderes…
tinel grantig Üetliberg
Zbindi De uetliberg
Adrian Senn Uetliberg
Tinu Uetliberg
herrlaus uetliberg
Urheinau Ganz klar auf den ersten Blick: Uetliberg (vom Turm)
Christoph Jeger Uetliberg
@ONE996 Spontan? Uetliberg, wegen der Autobahn.
@blaisekropf Uetliberg
Yves ÜETZGI – aber Berg?

Am SA 11. Oktober begeben wir uns auf die 4. Geoblog-Leserreise. Save the Date!