#299 – Chocolat Frey – Frey-Kanal

Die alte Fabrik der Chocolat Frey in Aarau hatte ein eigenes Kraftwerk, die Fabrik wird jetzt als Wohn und Geschäftshaus genutzt und der renaturierte Kanal dient als Laich und Rückzugsgebiet vieler zum Teil seltener Fische.

Am gleichen Standort mit der alten Fabrik im Hintergrund

Der Frey-Kanal in der Aarauer Telli trieb bis zum Wegzug der Chocolat Frey das Kraftwerk der Fabrik in der Telli an der Aarauer Bachverein hat die Geschichte wie folgt zusammengefasst.

Im 19. Jahrhundert wurde in der Aarauer Telli ein Seitenarm der Aare zu einem Kanal ausgebaut, um Maschinen einer Spinnerei zu betreiben. Später nutzte die Firma Chocolat-Frey das Wasser zur Stromproduktion. Der Name Frey-Kanal stammt aus dieser Zeit. Mit dem Ausbau des Kanals und der Aufforstung des Auenwaldes (Summergrien) wurden die meisten Zuflüsse und Flutmulden des ursprünglich weit verzweigten Gewässersystems zugeschüttet. Der obere Teil des Kanals wurde in eine Röhre verlegt. Der Strukturreichtum verschwand und mit ihm viele Tiere und Pflanzen.

Der Aarauer Bachverein hat sich zum Ziel gesetzt, dem Frey-Kanal einen Teil seiner ursprünglichen Struktur- und Artenvielfalt zurückzugeben. Im Jahr 2004 konnte in Zusammenarbeit mit der Alten Kantonsschule und der Ortsbürgergemeinde Aarau eine ehemalige Flutmulde revitalisiert werden. Zwei Jahre später wurden 200 m des eingedolten Oberlaufs geöffnet und naturnah gestaltet. Auf Grund der im Boden enthaltenen Altlasten stellte das Projekt eine Herausforderung dar, konnte aber mit Unterstützung der Sektion Jagd und Fischerei des Kantons Aargau, der Einwohner- und Ortsbürgergemeinden Aarau, der NOK und der Chocolat Frey AG zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden. Der Aarauer Bachverein setzt sich dafür ein, dass mittelfristig auch der Rest der eingedolten Strecke geöffnet und weitere Flutmulden an den Gewässerlauf angebunden werden können.

(Quelle: Aarauer Bachverein)

Mit Hilfe der Zeitreise von Swisstopo kann man die Veränderungen gut verfolgen:

Karte von 1938

Karte von 1964

Aktuelle Karte

Im Moment wird im Zuge der Modernisierung des Kraftwerks Rüchlig, der letze noch in Röhren verlegte Stück frei gelegt, damit die Fische ungehindert zwischen Aare und Frey-Kanal zirkulieren können.

Nochmals vielen Dank an die Chocolat Frey, die einen Preis für das Rätsel zur Verfügung gestellt hat.

HIer die eingegangenen Lösungsvorschläge:

@one996

Bloss gut mag ich keine Schokolade habe nämlich keine Ahnung.

@krick68

Das ist der renaturierte Frey-Kanal in Aarau.

Sofia Mendes

Frey

@znuk_ch

Erste Vermutung, könnte richtig sein: Schoggi Frey. Diese zügelte ämels 1967 von Aarau nach Buchs.

cramion

Jonatal AG, an der Jona

Nik

Lindth (und Sprüngli)… und der fluss lindth… oder doch Frey (migros) aus Aarau…

LUnGE

Chocolat Frey

@wotaber

Chocolat Frey (Frey-Kanal)

@Bezaubernde_MB

Das ist dann die Migros-Schokolade «Chocolat Frey» und der Frey-Kanal im Summergrien in der Telli/Aarau

@regulatschanz

Fabrik: Chocolat Frey AG (Gewässer: Frey-Kanal)

@ThuMarkus

Chocolat Frey? Eigentlich keine Ahnung, aber bei Schokolade muss man einfach mitraten…

Manuel C. Widmer

Frey-Kanal Aarau?

@_Belafarinrod_

Chocolat Frey

@xichtwitt

Chocolat Frey SA

Claudio

Lindor (Lindt und Sprüngli)

uesu_ch

lindt

Harvest

Chocolat Frey

Bueb

Die Jowa an der Jona

könu

Lindt

Das Losglück traf diesmal LUnGE – herzliche Gratulation!
Das Geschenk von Chocolat Frey wird gleich auf den Weg geschickt.

#266 – Le Brassus

Wir haben im letzten Rätsel die Ortschaft Le Brassus gesucht. Sie liegt im Vallée de Joux im waadtländer Jura und gehört zu der politischen Gemeinde Le Chenit.

In Le Brassus und der näheren Umgebung sind mehrere Luxusuhrenfabrikationen beheimatet: Jaeger-LeCoultre, Bulgari, Patek Philippe, Audemars Piguet. Von den grossen Marken ist einzig Audemars Piguet noch in Familienbesitz (seit 1875), alle anderen gehören zu Konzernstrukturen.

Auf Anregung von Audemars Piguet wurde der alte Bahnhof von Le Brassus um ein paar hundert Meter verschoben.

Der letzte Zug verließ den alten Bahnhof am 8. Juni 2008. Am 27. April 2009 fuhr der erste Zug in den neuen Bahnhof von Le Brassus ein, der am 20. August 2009 seiner Bestimmung übergeben wurde – 110 Jahre und einen Tag nach der Eröffnung des Schienenverkehrs nach Le Brassus. (Quelle)

Das schuf Platz für eine neue Fabrik und den Jardin du temps. Im Zeitgarten lässt sich eine Zeitreise über die letzten 350 Millionen Jahre machen. Highlight ist eine Nachbildung von „Sapy“, einem Wollmammut, dessen Überreste 1969 in einer Kiesgrube gefunden wurden.

Ein kniffliges Rätsel, viele sprangen zu schnell auf einen einzelnen Hinweis und landeten dann im Kanton Zürich:

@Herr_Natischer

Niederweningen

@schwarzd

Niederweningen (Bahnhof wäre jedoch Niederweningen Dorf für das Mammutmuseum)

@theswiss

Niederweningen

Regula Tschanz

Le Brassus

@vasile23

Le Brassus (VD) – (found it with a bit of help from Google)

Znuk

Könnte Niederweningen sein. Ein wunderschöner Ort.

mikef79

niederweningen

Anita @travelitach

Le Brassus – meint Google, nachdem ich alle Begriffe in unterschiedlicher Reihenfolge eingegeben habe

Beat Gerber

Le Brassus

divi

Niederweningen

Nachspielzyt

Le Brassus

LUnGE

Le Brassus

@wayneswiss

Niederweningen – da gibt es Mammute oder Mammuts (gopf – wie heisst das echt im Plural)

@wayneswiss

deuxième chance – Le Brassus – des mammouths

Michael Blum

Les Brassus

Sandra Frollano

Le Brassus

Aku+Uvo

Ohne gross zu recherchieren versuchen wir es mal mit Niederweningen.

Urheinau

Niederweningen ZH (Bucher-Gujer Landmaschinenfabrik seit 1807). Am (neuen) Endbahnhof habe ich von 1983 bis 1988 etwa 40 Mal dienstlich im Lokschuppen übernachtet (Nachtruhe von 00.15 bis 04.45).

@schwarzd
(2. Versuch)

Le Brassus (Gemeinde Le Chenit), Park: Le Jardin du temps le Brassus

Nic Nanuq

Klosters

Regula Tschanz erkannte die richtige Lösung als erste. Herzliche Gratulation an unsere Neu-Followerin!