#318 – Der Solothurner Hausberg Weissenstein

Am Samstag, 20. Dezember 2014 war es endlich soweit: Die Seilbahn auf den Solothurner Hausberg Weissenstein hatte ihre erste Betriebsstunde. Belesene Geoblog – Räzler erinnern sich: Während Jahren war die Bahn ein Zankapfel verschiedenster Interessengruppen. Eine Gruppierung trauerte dem „Sesseli“, wie die alte Zweiersesselbahn im Volksmund hiess, nach. Es war die letzte ihrer Art und nicht wenige an historischen Seilbahnen Interessierte inklusive Heimatschutz gingen bis vor Bundesverwaltungsgericht, wo sie schlussendlich unterlagen. An den Gang vor das Bundesgericht verzichtete man. Polemik ist dieser Tage fehl am Platz, an diesem Wochenende wurde gefeiert. Zur Erinnerung befinden sich im Eingangsbereich sogar zwei der alten Sesseli…

Die blauen Gondeli fassen 6 Personen oder 480 Kilogramm Nutzungsgewicht. Die tollste Neuerung ist für mich, dass man bequem ebenerdig auch mit einem Kinderwagen in die Kabine kommt. Früher ein Ding der Unmöglichkeit. Das Abenteuer war zwar toll, wenn man bei kalten Verhältnissen mit einer Wolldecke bewaffnet, die Nebeldecke durchstiess, aber den heutigen Komfort möchte ich trotzdem nicht mehr missen…

Die Bahn startet bei der Zugsstation Oberdorf SO auf 660 Metern. Nach rund zwei Drittel der Strecke erreicht man die Zwischenstation Nesselboden auf knapp 1060 Metern. Hier startet man einige schöne Wanderungen auf die Röti, den Balmberg oder auch in Richtung Hinterweissenstein.

Nach total 10 Minuten Fahrtzeit erreicht man den Weissenstein auf 1275 Metern. Die gesamte Strecke hat eine geneigte Länge von 2’376 Metern und überwindet eine Höhendifferenz von 618 Metern. Maximal dürfen momentan 900 Personen pro Stunde befördert werden.

Auf dem Weissenstein hat man dann viele Möglichkeiten. Wanderungen in alle Richtungen. Oder eine Exkursion ins Nidlenloch oder auch nur ein Spaziergang zu einer der Wirtschaften in näherer oder weiterer Umgebung. Gleich nebenan steht das Kurhaus, das man nachts schon von sehr weitem sieht: Die drei hellsten Solothurner, wie die drei starken Scheinwerfer auch genannt werden, zeigen der Bevölkerung den Weg, wenns tagsüber mal wieder neblig ist.

Die Aussicht ist so oder so super. Bei meinem Besuch sah man die Alpenkette recht gut, aber auch Bieler- und Murtensee und das Mittelland waren gut sichtbar. Kulinarisch verpflegt wurden wir trotz des gigantischen Ansturms im Kurzhaus Restaurant binnen kürzester Zeit. Ich war positiv überrascht. Flammkuchen und auch die Pommes der Kleinen waren lecker. Gerne wieder.

Am ersten Betriebstag kämpfte die Bahn übrigens mit ihrem ärgsten Gegner. Nein keine Pro Sesseli Aktivisten, sondern ein Sturm. So musste der reguläre Betrieb bei Sturmböen gegen 60 km/h frühzeitig eingestellt werden und es war bei den Besuchern zeitweise unklar, ob alle Leute ins Tal geführt werden können. Es seien aber schlussendlich alle Leute heil runter gekommen…

 

Der Solothurner Hausberg Weissenstein – das Rätsel

Das Weissenstein Rätsel wurde gut gelöst, die meisten Einsender haben richtig geraten. Am schnellsten war @bwg_bern . Herzliche Gratulation.

Das Rätsel wurde von 19 Personen gelöst, 18 davon korrekt. Bewertung: Mittelwert 3.89, Median 4.

Hier alle Einsendungen (Stand 8:30 Uhr):

@bwg_bern Weissenstein
LUnGE Weissenstein
@krick68 Das kann nur der Weissenstein sein.
@psmendes_ Weissenstein
All white Weissenstein, neue Gondelbahn
Urs K. Weissenstein
christian Vom Text und Lagehöhe her würde ich mal auf Weissenstein tippen. (Was haben die eigentlich mit all den Wolldecken gemacht?)
Andreas Cahen WIIIIISSEESTEIIIII )
Zimi auf dem Weissenstein
Regi Weissenstein, endlich gehts los!
Tinu Weissenstein
Malinowski Weissenstein
Urheinau Auf dem Weissenstein (gestern war es für mich schwierig, heute dank Zeitungsartikel sehr einfach)
Reto Schwab Weissenstein (SO) / Bergstation 🙂
@Herr_Natischer Weissenstein
@one996 Man sieht ja nichts bei dem Nebel Verzweiflungstat: Hasliberg
Reto Staub Weissstein – what else!
fredbue Weissenstein
Wotaber Weissenstein

3 Gedanken zu “#318 – Der Solothurner Hausberg Weissenstein

  1. Pingback: #318 - Mehr Nebel - geoblog.chgeoblog.ch

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